Das Taracafé: vegan. organic. fair.

Das Taracafé: vegan. organic. fair.

Vegane Köstlichkeiten genießen, bei einem heißen Tee im Winter oder einer hausgemachten Limo im Sommer einen Moment für sich finden. Wo das in Zeiten von Coffee-To-Go und Take-Away überhaupt noch möglich ist? In Regensburg im Taracafé zum Beispiel. Hier dreht sich die Zeit nämlich noch langsamer und jeder, der im Wohlfühlcafé mit zugehörigem Yogastudio einkehrt, findet dort Ruhe, Erholung, Inspiration und jede Menge gesunde Leckereien. Dafür sorgen Barbara, Maria und Geschäftsführerin Estella, die im Gespräch mehr über ihr Herzensprojekt erzählen…

Damit möglichst viele in den Genuss eurer hausgemachten Spezialitäten kommen: wo befindet sich das Taracafé?

Unser Taracafé ist am Brixener Hof 5 zu Hause. Abseits der Fußgängerzone, gegenüber der Regensburger Synagoge stehen unsere Türen montags bis freitags von 9 bis 21 Uhr und samstags von 9 bis 19 Uhr offen.

Estella, seit wann gibt es das Taracafé und wer steckt dahinter?

Das Café wurde im Herbst 2013 zusammen mit dem Tarayoga-Studio eröffnet. Die Gründerin ist Katharina Stern, die auch das Yogastudio leitet.

Seit 2015 liegt das Taracafé nun in meinen Händen. Allerdings lebt es vom Schaffen und Wirken vieler Menschen, die mit Herzblut und Leidenschaft mitgestalten. Neben mir sind das Maria und Barbara. Aber auch Lukas, Maite, Michi und noch viele mehr. Sie alle übernehmen hinter den Kulissen sehr viel Verantwortung und gestalten aktiv mit.

Wie sieht euer beruflicher Werdegang aus?

Estella: Ich komme aus dem Gesundheitssektor. Nach dem Abitur habe ich Medizin studiert und dann eine Ergotherapie-Ausbildung gemacht. Erst über Seitenwege kam ich zur Gastronomie und habe hier meine Berufung entdeckt, die mich mit Leidenschaft erfüllt und mein Herz zum Schlagen bringt. Gesundheitsprävention betreibe ich heute in Form von Koch- und Backkursen, Ernährungsberatung und der täglichen Inspiration unserer Gäste für einen gesunden und nachhaltigen Lebensstil.

Barbara: Ich habe zunächst Lehramt auf Französisch, Spanisch, Sport und Deutsch als Fremdsprache studiert. Seit August 2015 bin ich im Taracafé angestellt. Meine Eltern betreiben ein bayerisches Wirtshaus. Die Leidenschaft für die Gastronomie wurde mir quasi in die Wiege gelegt. Seit ich klein bin, liebe ich den Umgang mit Gästen. Nachdem ich zwei Jahre Teil des Tara-Teams war und mich immer mehr für die pflanzliche Küche begeistern konnte, habe ich mich entschieden, eine Ausbildung am Plant Based Institute zu machen, um tiefer ins Kochen und Backen einzusteigen.

Maria: Ich habe Jura studiert und über meinen Nebenjob im Taracafé nach und nach erkannt, dass das Rechtswesen nicht mein Lebensweg sein wird. Durch mein langjähriges Interesse an Ernährung und Sport habe ich mich für einen Vollzeitjob im Taracafé entschieden. Hier kann ich all meine Interessen im Beruf vereinen. Nebenher mache ich gerade die Ausbildung zur veganen Gesundheitsberaterin an der Ecodemy.

Wie kam es überhaupt zur Idee, ein veganes Café zu eröffnen?

Die Welt braucht Lösungen für die allgemein gängige Ausbeute des Planeten, der Tiere, Landstriche anderer Menschen und auch unserer individuellen physischen Gesundheit. Was wir im Großen mit der Umwelt machen, machen wir im Kleinen mit unserem eigenen Körper. Ein veganer und gesunder Lebensstil ist eine zeitgerechte sowie angemessene Möglichkeit, in allen genannten Bereichen der Welt und der eigenen Gesundheit etwas Gutes zu tun.

War Backen schon immer eure Leidenschaft?

Ja, Backen ist EINE unserer Leidenschaften – neben dem Kochen. Wir lieben es außerdem, gesund zu frühstücken. Das spiegelt sich natürlich in unserem Angebot wider. Im Taracafé bahnen wir neue Wege zum Genuss, denn pflanzlich und gesund geht auch dekadent lecker und ohne Verzicht. Das Verständnis von Gesundheit und Nachhaltigkeit spielt eine ebenso große Rolle wie die praktische Arbeit in der Küche. Letztere beeinflusst gleichermaßen was wir tun.

Ein Café zu betreiben bedeutet zudem weit mehr, als nur zu kochen oder zu backen. Die Arbeit im Café ist nicht vergleichbar mit dem, was man sich darunter vorstellt, wenn man zu Hause gerne kocht und bäckt.

Wenn ihr das Taracafé in drei Wörtern beschreiben müsstet, welche wären das?

Estella: vegan, organic, fair.

Barbara: individuell, persönlich, liebevoll.

Maria: kunterbunt, familiär, Wohnzimmer-Ruhepol-Glücksoase.

Was macht das Taracafé so besonders?

WIR machen das Taracafé so besonders. Und zwar mit einer großen Portion Herzblut. Tag für Tag. Wir kennen unsere Gäste und können auf individuelle Bedürfnisse eingehen und Fragen beantworten. Jeder ist bei uns willkommen. Wir setzen auf Qualität statt Quantität und ein unabhängige, individuelle Küche, die täglich aufs Neue überrascht. Außerdem entsteht durch die Verbindung mit dem Yogastudio eine ganz besondere Ruhe und Einzigartigkeit.

Mit welchen Köstlichkeiten überzeugt ihr selbst den kritischsten Gaumen?

Unsere Schokomousse-Torte und die lila Süßkartoffel-Tarte sowie unser orientalischer Kichererbsensalat oder das hausgebackene Brot überzeugen sicher jeden Gast. Ansonsten ist das Spektrum unserer Leckereien so groß, dass man sich am besten vor Ort selbst überzeugt… 😊

 

Wer sind eure Gäste?        

Bunt gemischt: von klein bis groß, vom Geschäftsmann bis zum Genießer, von Schülern bis zu Studenten, vom Veganer bis hin zum Nicht-Veganer. 80 % unserer Gäste leben nicht vegan, sondern essen einfach gerne vollwertig und gesund. Sie genießen unsere kreativen Bowls und die „besten Kuchen der Stadt.“ Letzteres war ein Zitat eines Gastes vergangene Woche.

Was sind eure Pläne für die Zukunft?

Wir wollen eine kleine Kochschule etablieren, in denen jeder lernen kann, wie man auch alltagstauglich vollwertig pflanzlich kocht. Dort wird es noch mehr Kurse zum Thema „vollwertig, pflanzlich und glutenfrei“ geben und die Möglichkeit, mit Kindern zu kochen.

Außerdem planen wir einen silent garden, eine Stadtoase, in dem unsere Gäste einen Moment der Ruhe finden. Dann möchten wir natürlich unser Netzwerk vergrößern, sodass sich noch mehr Menschen von unserem Spirit mitreißen lassen.

Was treibt euch in Bezug auf euer Herzensprojekt immer wieder an?

Das Gefühl, etwas Gutes zu tun, die Dankbarkeit der Kunden und das Gefühl, Menschen dabei zu unterstützen, ihren kulinarischen Horizont zu erweitern. Wir möchten den Menschen gesunde, pflanzliche und vollwertige Ernährung nahebringen und einen bewussten Umgang mit Ressourcen vermitteln.

Was bedeutet für euch Heimat?

Estella: Heimat bedeutet für mich, den Moment zu genießen, egal wo ich gerade bin. Wenn ich mich seelisch und körperlich wohlfühle, fühle ich mich daheim. So fühle ich mich übrigens immer, wenn ich im Taracafé bin.

Barbara: Heimat ist für mich nicht der Ort, an dem ich wohne sondern vielmehr die Leute, die mich umgeben. Die Menschen, die ich gerne mag: meine Familie, meine Freunde und meine Arbeitskollegen.

Maria: Für mich ist Heimat mich wohl zu fühlen, Geborgenheit zu erfahren und zur Ruhe zu kommen. Also vielmehr ein Gefühl als ein Ort.

Ein tolles Café mit viel Liebe, Leidenschaft und kreativen Köpfen dahinter. Ich bedanke mich ganz herzlich für das Gespräch, euer Schaffen und drücke euch ganz fest die Daumen für alles, was kommt. Wir sehen uns bei einer Tasse Tee und einem Stück Schoko-Tarte! 🙂

Veronika Leikam

Redakteurin/ Webmaster bei Heimat Bayern
Veronika ist das Gesicht hinter heimatbayern.de. Während ihres Bachelorstudiums in Französisch und Volkswirtschaftslehre verbrachte sie ein halbes Jahr in Frankreich. Reisen, neue Länder und Kulturen haben es ihr schon immer angetan. Und dennoch fühlt sie sich daheim in Bayern doch am wohlsten. Tradition, Volksmusik und nicht zuletzt die Natur machen ihre Heimat Bayern für sie zum schönsten Bundesland.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.